Mittwoch, 31. Mai 2017

Streifzug durch den Museumspark Rüdersdorf - Teil 3: "Lost Place" und viel Rost




Im 3. Teil meiner Fotoserie aus dem Museumspark möchte ich Aufnahmen der alten,
inzwischen verfallenen Fabrikgebäude zeigen und viel Rostiges.

Ich bin ja ein absoluter Fan von solchen "Ruinen" und Rost übt ebenfalls
einen großen Reiz auf mich aus.
Hier hatte ich von beidem eine reichliche Auswahl an Motiven.

Im Gegensatz zu einigen anderen, bei deren Kommentaren zu ähnlichen Aufnahmen dieser
ehemaligen DDR-Fabrikanlagen einem zwischen den Zeilen förmlich
die gerümpfte Nase entgegenspringt,
bin ich der Meinung, dass diese Gebäude ebenfalls in irgendeiner
Art und Weise erhalten bleiben sollten,
sind sie doch schließlich auch ein Teil der Geschichte dieses Kalksteinwerkes.
















Vielen Dank für's Anschauen!

Eure Jutta


Dienstag, 30. Mai 2017

Streifzug durch den Museumspark Rüdersdorf - Teil 2: Die Seilbahn




Die umlaufende Seilbahn, die für den Transport des Kalksteins genutzt wurde,
ist in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gebaut worden.
Vorhanden ist nur noch die Umlenkstation, wo man auch nach oben klettern und alles begutachten konnte.

Was ich natürlich gemacht habe!

Leider waren überhaupt keine Informationen zu finden,
wie das alles mal funktioniert hat.

















Vielen Dank für's Anschauen!

Eure Jutta


Montag, 29. Mai 2017

Streifzug durch den Museumspark Rüdersdorf - Teil 1: Die Schachtofenbatterie





Bevor ich hier etwas zu den gezeigten Fotos schreibe, möchte ich ein paar
ganz allgemeine Anmerkungen zum Ort Rüdersdorf und dem Museumspark machen.

 Rüdersdorf bei Berlin ist eine Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland im Land Brandenburg.
 Der Ort liegt etwa 30 km östlich des Berliner Stadtzentrums und ist
seit alters her bekannt durch seine in der Mark Brandenburg einmaligen Lagerstätten
an Kalksteinen des Muschelkalks.
Seit mehr als 760 Jahren wird nun in Rüdersdorf Kalkstein abgebaut.

Der 17 Hektar große Museumspark zeigt die Geschichte des Kalksteinabbaus.
Es ist wie ein riesiges Freilichtmuseum, indem man sich die alten Brennöfen, Transport- und
Industrieanlagen anschauen kann.
Vieles ist frei zugänglich, was mich total überraschte.
So konnte ich alles selbständig und ungestört in Augenschein nehmen,
überall herumklettern und nach Herzenslust fotografieren.

Dieser Park ist aber nicht nur ein Indrustriemuseum, sondern ein Ort, wo ich - auch ein Sammler
von "Lost Place"-Motiven - meine helle Freude hatte, und nicht zuletzt ein Ort, wo man einen Blick
auf den aktiven Tagebau werfen und gleichzeitig die Natur genießen kann.


Die Schachtofenanlage wurde in den Jahren 1871 bis 1877 errichtet.
Die 18 Schachtöfen sind ein einzigartiges Beispiel für den Übergang vom alten Handwerk
des Kalkbrennens zur industriellen Produktion.

Der Anblick dieser Schachtöfen hat mich total fasziniert, hatte ich doch so etwas noch nie vorher gesehen. 
















Vielen Dank für's Anschauen!

Eure Jutta


Sonntag, 28. Mai 2017

Ein Ort der Stille




Schon seit langer Zeit hatte ich mir vorgenommen, diesen "Ort der Stille",
wie ich ihn jetzt in meiner Überschrift bezeichnet habe, zu besuchen.
In den ersten Maitagen habe ich es dann auch wirklich in die Tat umgesetzt.


Der Jüdische Friedhof in Berlin-Weißensee ist mit seinen 42 Hektar
der flächengrößte erhaltene jüdische Friedhof Europas und auch der schönste.
Dieser Begräbnisplatz der Jüdischen Gemeinde zu Berlin wurde 1880 angelegt
und beherbergt fast 115 000 Grabstellen.
 Seit den 1970er Jahren steht er unter Denkmalschutz.

In Berlin gibt es insgesamt noch vier jüdische Friedhöfe.
Es werden aber nur noch auf zwei von ihnen Beisetzungen durchgeführt.
Die anderen beiden sind seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges geschlossen.

Nach jüdischer Tradition bleiben die Grabstellen auf ewig erhalten
und werden nicht neu belegt, so wie z. B. im Christentum.
Da auch die Grabpflege nicht so ausgeprägt ist, wie wir das von vielen
christlichen Friedhöfen kennen und natürlich auch durch den Holocaust
es mitunter kaum noch Angehörige gibt,
hat sich die Natur viel von ihrem angestammten Platz zurückerobert.
Gerade das macht aber den ganz besonderen Reiz dieser Begräbnisstätte aus.

Der alte Baumbestand ist wirklich sehr beeindruckend und mein
Spaziergang dort wurde von einem ständigen vielstimmigen
Vogelgezwitscher begleitet.

Obwohl dieser Friedhof natürlich sehr geschichtsträchtig ist
und es viele Zeugnisse davon gibt, die man auch einfach nicht übersehen kann,
kam nie ein bedrückendes Gefühl auf
- ich hatte eher den Eindruck, an einem märchenhaft-verwunschenen Ort zu sein.
















Wer mehr über die ältere und jüngere Geschichte des Friedhofs
erfahren möchte, findet hier reichlich Informationen:





 Vielen Dank für's Anschauen!

Eure Jutta


Samstag, 27. Mai 2017

Den Kopf frei machen




Dafür ist so ein Spaziergang über die Felder bestens geeignet.
Auch wenn ich in Berlin wohne, habe ich die Natur gleich vor der Haustür.
Nur ein paar Schritte, dann bin ich in Brandenburg
und habe freie Sicht über Felder, Wiesen und Wälder.

Immer wieder gehe ich hier gerne spazieren.
Jedesmal entdecke ich etwas Neues wie z.B. einen Vogel, den ich noch nicht kenne
oder ich sehe einen, den ich schon kenne, bei dem ich bisher aber noch nie das Glück hatte,
ihn mit der Kamera festhalten zu können wie den Neuntöter
und dann gelingt es genau in dem Moment.

Genauso geht es mir aber auch mit den vielen Wildpflanzen und Insekten.
Wenn man genau hinschaut, was ich als Hobbyfotografin natürlich mache,
sieht man unzählige wunderschöne kleine Blüten und so manches, was ganz feine schillernde Flügel hat.

Hier in der Natur komme ich zum Innehalten. Mitunter treffe ich keine Menschenseele.
Da kann man herrlich abschalten, seine Gedanken sortieren
und unnötiges Gepäck einfach am Wegesrand ablegen.





Kornblume



Mohnblume



Gewöhnlicher Reiherschnabel



Acker-Hornkraut



Gold-Hahnenfluß



Gamander-Ehrenpreis




Neuntöter (männlich)




Vielen Dank für's Anschauen!

Eure Jutta